Fallstudie aus der Vertriebspraxis

Vertriebsregion neu aufgebaut: 60 Neukunden in zwölf Monaten

Für eine internationale Premium-Modemarke habe ich den Vertrieb in drei Ländern des deutschsprachigen Raums neu aufgebaut. In dieser Fallstudie zeige ich, wie ich Händler bewertet, VertriebskanäleDie Warenreise zum EndkundenGanze Erklärung im Glossargeordnet und eine Pipeline für neue Partner aufgebaut habe.

Distributionsstruktur beschreibt, über welche Händler und Kanäle eine Marke verkauft und zu welchen Bedingungen. Im Glossar

Rahmen
Branche
Premium-Mode
Marke
Eine internationale Premium-Modemarke
Markt
Drei Länder im deutschsprachigen Raum
Verantwortung
Neuaufbau des Vertriebs in der Region

Rahmendaten zur Einordnung. Ergebnisse folgen.

Ausgangssituation

Das Problem lag in
der Struktur

Die Marke wurde in der Region über Händler verkauft, die nicht zur PositionierungWie eine Marke im Markt wahrgenommen werden soll.Ganze Erklärung im Glossarpassten. Preise waren uneinheitlich, und die Kanäle hatten keine klare Aufgabe.

Ich habe den Vertrieb der Region verantwortet. Bevor ein Umsatzziel sinnvoll gestaltet wurde, musste die Grundlage stimmen: die richtigen Handelspartner, klare Kanäle und eine einheitliche Preislogik.

Die zentrale Frage lautete: Wie baut man das Handelsnetz einer Region neu auf?

Maßnahmen

In fünf Schritten zum neuen Handelsnetz

Step by step: Markt prüfen, Kanäle ordnen, Partner bewerten, Pipeline aufbauen und mit wenigen Kennzahlen steuern. Jeder Schritt verbindet eine Kennzahl mit festen Entscheidungen.

01

Den Markt vollständig prüfen

Jeden bestehenden Handelspartner habe ich einzeln geprüft. Passt er zur Marke? Welchen DeckungsbeitragUmsatz minus direkter Kosten eines Produkts oder Kunden.Ganze Erklärung im Glossarliefert er? Stärkt oder schwächt er die Marke im Markt?

Kennzahl

Deckungsbeitrag und Markenpassung je Handelspartner

Entscheidung

Welche Handelspartner zur neuen Struktur passen

02

Handelspartner strategisch segmentieren

Ich habe drei Kategorien festgelegt: die wichtigsten Partner im GroßhandelDie Marke verkauft an Händler, die an Endkunden weiterverkaufen.Ganze Erklärung im Glossar, regionale Key AccountsEin besonders wichtiger Kunde mit eigener Betreuung.Ganze Erklärung im Glossarund ausgewählte Fachhändler. Jede davon erhielt eine eigene Preislogik und einen eigenen Unterstützungsumfang.

Grundlage

Drei Kanalstufen mit eigener Preislogik

Entscheidung

Welche Preise und Unterstützung je Kategorie

03

Neue Handelspartner gezielt identifizieren

Jeden bestehenden und möglichen Handelspartner habe ich nach drei Kriterien eingeordnet: Umsatzpotenzial, Fit zur Marke und Wachstumstrend. Zeit und Budget wurden dort je nach Wichtigkeit zugewiesen.

Kennzahl

Bewertung aus Umsatzpotenzial, Markenpassung und Wachstumstrend

Entscheidung

Zeit-, Budget- und Unterstützungsprioritäten

04

Neukundenakquise systematisch aufbauen

Anstelle von Listen und Erinnerungen habe ich eine VertriebspipelineÜbersicht möglicher Neukunden und ihre Rollen im Verkaufsprozess.Ganze Erklärung im Glossarmit festen Stufen eingeführt. Jede Stufe hatte klare Kriterien, und für jeden Partner gab es eine Umsatzprognose.

Kennzahl

Partner je Stufe und Umsatzprognose je Partner

Entscheidung

Welche Partner in die nächste Stufe gehen

05

Vertriebsorganisation und Prozesse aufeinander abstimmen

Ich habe vier bis sechs FrühindikatorenEine Kennzahl, die früh prognostiziert, wie sich der Umsatz entwickelt.Ganze Erklärung im Glossarfestgelegt, die zeigen, wie sich der Umsatz in den nächsten 60 bis 90 Tagen entwickelt. Jeder Partner bekam einmal im Quartal eine ScorecardKompakte Übersicht der Leistung eines Kunden.Ganze Erklärung im Glossar. Mit den Key Accounts habe ich gemeinsame GeschäftspläneEin Plan mit Zielen und Maßnahmen, den Marke und Händler zusammen erstellen.Ganze Erklärung im Glossarerarbeitet.

Kennzahl

Neue Partner, Bestellhäufigkeit, AbverkaufsquoteAnteil der gelieferten Ware, der an Endkunden verkauft wird.Ganze Erklärung im Glossarund NachbestellungenEine Bestellung während der laufenden Saison.Ganze Erklärung im Glossar

Entscheidung

Wie viel Unterstützung ein Partner durch seine Leistung erhält

Ergebnis

60 neue aktive Handelspartner in zwölf Monaten

60aktive Handelspartner

Das Handelsnetz der Region ist um 60 neue Handelspartner gewachsen, die aktiv bei der Marke bestellen.

So ist die Zahl zu lesen
Kennzahl
Neue aktive Handelspartner
Einheit
Anzahl
Zeitraum
Während meiner Verantwortung für die Region
Messbereich
Drei Länder im deutschsprachigen Raum
Was heißt Pipeline-Potenzial?

Zusätzlich ist das Umsatzpotenzial in der Pipeline von einem mittleren einstelligen auf einen zweistelligen Millionenbetrag gestiegen. Dies ist potenzieller Umsatz aus laufenden Gesprächen, noch kein realisierter Umsatz. Im Glossar

Für wen der Ansatz passt

Was vergleichbare Unternehmen daraus mitnehmen

Der Ansatz passt zu Marken, die über den Handel verkaufen und ihr Handelsnetz in einer Region neu aufbauen oder ordnen wollen. Zum Beispiel Marken aus Mode, Lifestyle und Konsumgütern mit 5 bis 100 Millionen Euro Umsatz.

01

Mehr Vertrieb bringt kaum Wachstum

Termine und Druck steigen, der Umsatz kaum. Die Ursache liegt in der Struktur.

02

Händler passen nicht zur Marke

Einzelne Partner schwächen die Positionierung der Marke.

03

Alle Kunden werden gleich betreut

Es gibt keine Kanalhierarchie. Preise und Unterstützung sind für alle gleich.

04

Neukunden kommen zufällig

Es fehlt eine Pipeline mit klaren Stufen.

Erstgespräch vereinbaren30 Minuten. Kein Pitch.
Glossar

Glossar und FAQ

Fachbegriffe und häufige Fragen, kurz erklärt.

Distributionsstrukturauch: Distributionsarchitektur+

Die Gesamtheit der Händler und Kanäle, über die eine Marke ihre Ware verkauft, und die Preise und Bedingungen, die dort gelten.

Sie legt fest, wer die Marke wo und zu welchen Konditionen anbietet.

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Vertriebskanal+

Der Weg, über den Ware den Endkunden zur Verfügung gestellt wird.

Beispiele sind Kaufhäuser, Fachhändler, eigene Geschäfte oder Onlineshops.

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Markenpositionierungauch: Positionierung+

Wie eine Marke im Markt wahrgenommen werden soll, etwa in Preis, Stil und Zielgruppe.

Händler, Preise und Präsentation sollten dazu passen. Sonst ergibt sich kein einheitliches Bild der Marke.

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Deckungsbeitrag+

Umsatz minus der Kosten, die direkt am Verkauf hängen, etwa Wareneinsatz, Betreuung, Retouren und Logistik.

Der Deckungsbeitrag zeigt, was ein Produkt oder ein Kunde zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt.

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Großhandelauch: Wholesale+

Die Marke verkauft ihre Ware an Händler, die sie an Endkunden weiterverkaufen.

Der Händler kauft die Ware vorab ein und übernimmt das Risiko, sie weiterverkaufen zu können.

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Key Account+

Ein Kunde, der für Umsatz oder Marke besonders wichtig ist.

Dem Key Account werden oft gesonderte Betreuung und eigene Vereinbarungen zugewiesen.

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Vertriebspipelineauch: Pipeline+

Eine Übersicht aller möglichen neuen Kunden und ihres Standes im Verkaufsprozess. Jede Stufe hat klare Kriterien.

Das Pipeline-Potenzial ist der mögliche Umsatz aus diesen Kontakten. Es ist noch kein realisierter Umsatz.

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Frühindikator+

Eine Kennzahl, die früh anzeigt, wie sich ein Ergebnis entwickeln kann.

Neue Kunden oder Nachbestellungen deuten zum Beispiel auf den Umsatz der anschließenden Wochen und Monate hin.

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Scorecard+

Eine kompakte Übersicht je Kunde: Leistung im Vergleich zum Ziel, Entwicklung und Warnsignale.

Sie wird regelmäßig aktualisiert, zum Beispiel jedes Quartal.

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Gemeinsamer Geschäftsplanauch: Joint Business Plan+

Ein Plan, den Marke und Handelspartner zusammen erstellen.

Er legt Ziele, Maßnahmen und Investitionen für einen Zeitraum fest und wird regelmäßig überprüft.

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Abverkaufsquoteauch: Sell-through+

Der Anteil der an den Handel gelieferten Ware, welcher an Endkunden verkauft wird.

Beispiel: Von 100 gelieferten Teilen werden 60 verkauft. Die Abverkaufsquote liegt bei 60 %.

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Nachbestellung+

Eine Bestellung während der laufenden Saison, zusätzlich zur Vororder.

Häufige Nachbestellungen zeigen, dass sich die Ware beim Händler gut verkauft.

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Wie baut man eine Vertriebsregion erfolgreich auf?+

Der Aufbau einer Vertriebsregion beginnt mit einer Marktanalyse, einer klaren Vertriebsstrategie und der Auswahl geeigneter Handelspartner. Eine strukturierte Neukundenakquise, abgestimmte interne Prozesse und regelmäßige Leistungsanalysen unterstützen den nachhaltigen Ausbau.

Wie gewinnt man neue Handelspartner im Modehandel?+

Durch die systematische Identifikation geeigneter Händler, die Bewertung ihrer Markenpassung und ihres Umsatzpotenzials sowie eine gezielte Ansprache. Entscheidend sind eine klare Markenpositionierung, wirtschaftlich attraktive Sortimente und langfristige Kundenbeziehungen.

Meine individuelle Vorgehensweise

Was mich auszeichnet

Ich komme nicht aus der klassischen Unternehmensberatung, sondern aus über 15 Jahren operativer Vertriebs- und Führungsverantwortung in internationalen Fashion-, Lifestyle- und Consumer-Goods-Unternehmen. In dieser Zeit habe ich internationale Märkte entwickelt, Key Accounts aufgebaut, Jahresverhandlungen geführt und Verantwortung für mehrstellige Millionenbudgets getragen.

Operativ

Operativ statt theoretisch

Ich habe selbst verhandelt, nicht nur beraten.

Branchenspezifisch

Fashion, Lifestyle und Consumer Goods

Keine generischen Ansätze, sondern echte Branchenerfahrung.

Umsetzungsnah

Strukturen fürs Tagesgeschäft

Praktische Lösungen statt rein konzipierter Ansätze.

Bereit für mehr Klarheit?

Ein Gespräch. 30 Minuten. Kein Verkaufsdruck. Wir schauen gemeinsam, ob und wie ich euch unterstützen kann.

Kein Skript. Kein Trichter. Kein einstudiertes Verkaufsgespräch. Sondern ein ehrlicher Austausch über euer Unternehmen und die Frage, was sich konkret verändern soll.

Younes Zelmat Profil

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